Abschied von Gisela

Wenn eine vertraute Person während der alles ausbremsenden Gewalt des Virus stirbt.

Kurz nach dem Start am neuen Arbeitsplatz fragt mein Chef am Rande einer Konferenz, ob ich als Musikerin ein wöchentliches Ganztags-Angebot für Jugendliche entwickeln könne, die keine Sprache haben und körperlich schwer eingeschränkt sind. Mein Hirn startet einen angestrengten Abgleich zwischen Motivation und Familiensituation. Während es rattert, schiebt sich eine ebenfalls neue Kollegin an meine Seite. Sie trägt Blautöne zum rosigen, von silbernen Löckchen umrahmten Gesicht. Sie könne sich gut vorstellen, mit mir gemeinsam ein solches Projekt an den Start zu bringen, meint sie. Diese Zielgruppe liege ihr besonders am Herzen. Mein Hirn schaltet zwei Gänge runter. Ich erwidere Giselas Lächeln und schlage ein. Jetzt grinst auch der Chef. (…)

Die ganze Geschichte „Abschied von Gisela“ im Online Magazin „Alles Münster“